Heuschnupfen

Mit dem Frühling beginnt für viele Pollenallergiker eine qualvolle Zeit mit laufender Nase, beissenden Augen und sogar Atemnot. Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion des Körpers auf verschiedene Pollen und zählt in unseren Breitengraden zu der häufigsten allergischen Erkrankung.
Das Einatmen der Pollenkörner führt zu einem wässrigen Schnupfen und ist daher gebunden an die Pollenflugzeit des jeweiligen Allergens. Deshalb wird das Krankheitsbild auch als «saisonale allergische Rhinitis» bezeichnet

Typische Symptome des Heuschnupfens:

  • Schnupfen mit sehr wässriger Flüssigkeitsbildung
  • Juckreiz oder Brennen in den Augen
  • Starke Niesattacken
  • Verstopfte Nase
  • Allergischer Husten
  • Atemnot

Zusätzlich gibt es noch andere Beschwerden, die von Allergiker zu Allergiker stark unterschiedlich sein können. Ebenso können migräne-ähnliche Kopfschmerzen und Allgemeinsymptome durch den Heuschnupfen ausgelöst werden. Die Betroffenen fühlen sich wie benebelt und leiden an Konzentrationsstörungen und Erschöpfungszuständen.

Was können Sie tun?
Es gibt prinzipiell drei verschieden Wege den Heuschnupfen zu behandeln: Die Vermeidung des Allergie auslösenden Stoffs, die Behandlung der Symptome mit Medikamenten und die Hyposensibilisierung.

1. Allergieauslösende Ursachen meiden
Man kann einigen Allergenen wie Tierhaaren, Nahrungsmittel oder Inhaltsstoffen von bestimmten Medikamenten einigermassen einfach aus dem Weg gehen. Jedoch gewisse Reizstoffe wie zum Beispiel Pollen, Schimmelpilzsporen oder Hausstaubmilben lassen sich schwer aus dem Leben bannen. Bei Heuschnupfen kann ein Pollenkalender helfen, vorausgesetzt der Betroffene kennt seine Allergiepflanzen. Dies setzt natürlich voraus, dass die allergieauslösenden Pollen im Rahmen der Diagnose exakt bestimmt und erkannt worden sind.

2. Medikamente
Bei der medikamentösen Symptombehandlung kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz, die die allergische Entzündung reduzieren. Am häufigsten werden so genannte Antihistaminika und Antiallergika in Form von Nasensprays, Augentropfen und Tabletten empfohlen. Ebenfalls erfolgreich eingesetzt werden können Therapien aus der Komplementärmedizin, etwa in Form der bekannten Kügelchen oder Tröpfchen.

3. Desensibilisierung
Bei der Hyposensibilisierung wird der Körper durch regelmässige Spritzen unter die Haut langsam an die Pollen gewöhnt, sodass in der Heuschnupfen-Saison die Symptome nicht mehr oder gemildert auftreten. Die Desensibilisierung kann drei bis fünf Jahre dauern und muss von einer Fachärztin oder einem Facharzt verordnet werden.

Wie können Sie dem Heuschnupfen vorbeugen?

  • Achten Sie auf die Pollenvorhersage: Passen Sie ihren Tagesablauf den aktuellen Pollenwerten an. Meiden Sie bei hoher Pollenkonzentration den Aufenthalt im Freien und vermeiden Sie körperliche Anstrengungen.
  • Achtung beim Lüften der Räume: Vorteilhaft ist ein Lüften in den Abendstunden, da dann die Pollenkonzentration am geringsten ist.
  • Keine Pollen im Schlafzimmer: Meiden Sie Pollen in ihrem Schlafzimmer indem Sie ihre Kleider ausserhalb abziehen, vor dem Schlafen ausgiebig duschen und Haare waschen und wechseln Sie häufig die Bettwäsche.
  • Regelmässig Staubsaugen hilft: besonders feuchtes oder nasses Staub- und Bodenwischen kann im Hausinneren für Pollenarmut sorgen. Beim Staubsaugen darauf achten, dass der Filter im Staubsauger regelmässig gewechselt wird.
  • Brillen schützen beissende Augen: Um die gereizte Bindehaut der Augen zu schonen, eignen sich Brillen und Sonnenbrillen, da die Gläser einen Teil der Pollen abfangen. Für Kontaktlinsenträger empfiehlt sich in der Pollenzeit ebenfalls eine Brille, da so die Bindehaut nicht unnötig gereizt wird
  • Ferien von den Pollen: wenn es Ihnen möglich ist, planen Sie Ferien in der Zeit während die Pollen Ihnen erfahrungsgemäss am meisten zu schaffen machen. Besonders empfehlenswert sind Orte am Meer oder im Gebirge, wo sich die Pflanzenarten zu den Heimischen unterscheiden.