Die Masernepidemie in der Schweiz zieht immer grössere Kreise. Von Oktober 2006 bis Ende April 2008 sind ca. 2'500 neue Fälle bekannt geworden, davon sind allein im März und April 2008 rund 1’500 Fälle von Masern aufgetreten und haben auch in den Nachbarländern Ansteckungen verursacht. Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz empfiehlt eine Impfung. Etwa neun von zehn Eltern halten sich in der Schweiz an diese Weisung.
Während der überwiegende Teil der Fälle ohne weitere Komplikationen verläuft, treten bei etwa 20 bis 30 Prozent der Fälle zusätzliche Symptome und Komplikationen auf, häufig sind vor allem Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen. Gefürchtet ist insbesondere die Hirnentzündung, welche akut oder chronisch verlaufen kann und nicht selten bleibende Schäden verursachen kann. Allgemein rechnet man mit einer Hirnentzündung auf 1000 Masernfälle. Gerade aktuell, im Frühling 2008 kam es zu einer solchen schweren Hirnentzündung, einen Fall gab es aus der Region St. Gallen.
Es werden zwei Dosen empfohlen. Mit der zweiten Impfung erreicht man einen Impfschutz von 99 Prozent, eine Impfung schützt nur zu 95 Prozent. Allen Jahrgängen ab 1964 wird empfohlen die Impfungen nachzuholen, wenn man noch nicht zweimal geimpft ist. Bei den älteren Jahrgängen nimmt man an, dass sie die Masern sehr wahrscheinlich durchgemacht haben, weil vor 1964 die Impfung noch nicht existierte.
Links:Bundesamt für Gesundheit, Impfungen:
www.bag.admin.ch/themen/medizin/Empfehlungen Liechtenstein:
www.llv.li/amtsstellen/