Ein Frühstück verbessert die kognitive Leistungsfähigkeit bei Schulkindern
Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund hat eine Studie herausgegeben, in der sämtliche bereits verfügbaren Studien bezüglich Nährstoffaufnahme oder Mahlzeiten und Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen untersucht wurden.
Diese systematische Literaturrecherche ergab, dass ein positiver, kognitiver Effekt des Frühstückverzehrs im Vergleich zum Frühstücksverzicht nachgewiesen werden konnte. Ein Mahlzeitenverzicht geht mit einer Erhöhung von Stressfaktoren einher sowie mit einem Abfall des Plasmainsulinspiegels, was eine Abnahme der Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung bewirken könnte.
Der Verzehr von glukosereichen Snacks oder Frühstücks bewirkt nur eine kurzfristige Verbesserung der Gedächtnisleistung und längerfristig einen stärkeren Abfall.
Eine höhere Aufnahme an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hat hingegen eine verbesserte Gedächtnisleistung ergeben.
Bei mangelernährten Kindern konnte eine Zugabe von Mikronährstoffen die kognitiven Fähigkeiten verbessern, was allerdings bei gut ernährten Kindern nicht der Fall war. Dies könnte auf einen Ausgleich von möglicherweise vorhandenen Nährstoffdefiziten zurückzuführen sein.
Mehrere Studien zeigen, dass Kinder mit schlechtem Ernährungsstatus eher positiv auf Ernährungsinterventionen am Vormittag reagieren als die besser ernährten Vergleichskinder.
Fazit:
Den Tag beginnen mit einem gesunden Frühstück, bestehend aus Vollkorn- und Milchprodukten mit Obst und Nüssen oder Samen bedeutet einen guten Start in den Schulalltag und konzentriertes Lernen.
Sabine Gahr dipl. oec. troph. Ernährungswissenschaftlerin