16. Oktober - Tag des Brotes

Brot wird aus einem Teig bestehend aus gemahlenem Getreide (Mehl), Wasser, einem Triebmittel und meist weiteren Zutaten gebacken.

Bis heute ist Getreide und die daraus hergestellten Produkte das wichtigste Lebensmittel für uns Menschen. Es ist reich an Kohlenhydraten und arm an Fetten. Einzelne Getreidearten haben einen relativ hohen Gehalt an pflanzlichem Eiweiß. Je nach Sorte enthält Getreide die Vitamine B1, B2, B6 und Vitamin E. Mineralstoffe sind vor allem in Vollkornprodukten enthalten.

Um die täglich empfohlene Menge an Ballaststoffen zu erreichen, empfiehlt es sich Vollkornbrote oder Vollkorngebäck zu verzehren.

Aber Brot ist nicht nur ein Grundnahrungsmittel – es hat auch in der kulturellen Entwicklung eine bedeutende Rolle gespielt.

Durch den Ackerbau wurden Jäger und Sammler sesshaft. Getreide wurde zur Nahrungsgrundlage. Es brachte auf relativ kleinen Flächen gute Erträge und gedieh in fast allen Klimazonen.

Am Anfang wurde Getreide zu Brei und Fladen verarbeitet. Erst die Ägypter begannen vor ca. 2000 Jahren Brot zu backen. Der Sauerteig wurde durch ein liegengelassenes Stück Teig entdeckt. Dieses wurde trotzdem mitgebacken und man stellte fest, dass es nicht verdorben war, sondern von innen her durch viele kleine Gasbläschen aufgelockert war.

Wegen seiner langen Haltbarkeit wurde Getreide auch als Zahlungsmittel verwendet. Noch im 15. Jh. n. Chr. mussten die Gastwirte im deutschen Raum Getreide als Zahlungsmittel annehmen. In grossen Gebieten Mitteleuropas erfolgte erst ab der Mitte des 19.Jhs. eine Umwandlung der Naturalsteuern in Geldabgaben.

Der Begriff Karat entstand dadurch, dass Getreidekörner in ältesten Zeiten vielfach als Normgewichte dienten. Ein "Karat" entsprach drei Gersten- oder vier Weizenkörnern. Und noch heute wird Karat für Edelmetalle und Diamanten als Gewichtseinheit verwendet.

Michaela Almberger
Dipl. Ernährungsberaterin